Rentenfonds gelten allgemein als sehr sichere Anlagemöglichkeiten, doch es gibt viele Unterarten, die sich vom allgemeinen Rentenfonds deutlich unterscheiden und auch nicht unbedingt die sichersten sind. Doch welche Vorteile haben sie, für wen eignen sie sich und welche Nachteile bringen sie? Hierüber muss sich ein Anleger bewusst sein.
Der normale Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der hauptsächlich in Anleihen, festverzinsliche Wertpapiere, Pfand- und Sparbriefe investiert. Diese Anlageformen sind im Normalfall auch sehr sicher. Die Rentenfonds unterscheiden sich hierbei durch unterschiedliche Anlagestrategien und -regionen. Die Investition in Anleihen aus nur einer Region kann – je nach wirtschaftlicher Lage der Region – ein hohes Risiko beinhalten. Ein höheres Risiko würde auch eine höhere Ertragschance bedeuten. Anleihen aus Mittel- und Westeuropa wären sicherer als Anleihen aus Osteuropa, dafür wären die Ertragschancen bei osteuropäischen Anleihen deutlich höher.
Eine unterschiedliche Anlagestrategie kann sich durch eine veränderte Laufzeit ausdrücken. So enthalten bestimmte Fonds nur Anleihen mit einer kurzen Laufzeit; man spricht dann von sogenannten Kurzläuferfonds.
Bei einem Rentenfonds-Vergleich könnte man noch weitere Arten miteinander vergleichen. Ein Garantiefonds gewährleistet dem Anleger eine garantierte Rückzahlung von seinem angelegten Kapital. Die Summe kann 100 % betragen, oder nur 95 %. Das hängt von den Bedingungen des Fonds ab. Diese Garantie hat natürlich zur Folge, dass die Zinsen sehr gering sind, dadurch auch die zukünftigen Erträge. Der Garantiefonds gehört zu den sichersten Arten des Rentenfonds. Demgegenüber stehen Anleihen mit den höchsten Zinsen. Diese Anleihen werden von Gesellschaften herausgegeben, die die allgemeinen Bonitätsanforderungen nicht bestanden haben. Hier ist das Risiko, sein investiertes Kapital zu verlieren, um ein vielfaches höher, aber die Herausgeber locken die Anleger mit außergewöhnlich hohen Zinssätzen. So kann eine Investition in solch einen High-Yield-Fonds sehr rentabel sein, aber genauso gut zu einem Totalverlust des angelegten Kapitals führen. Dieser Fonds entspricht nun nicht der allgemeinen Definition eines sicheren Rentenfonds, aber er kann zum Fondsdepot gehören.
Jeder potentielle Anleger sollte sich vor einer Investition über die verschiedensten Möglichkeiten der Anlage in einen Rentenfonds informieren und sich eine Fondsdepot zusammenstellen, welches ausgewogen ist. Eine Mischung aus Garantiefonds und High-Yield-Fonds und anderen Anleihen, kann sicher und ertragreich zugleich sein. Doch hängt das vor allem von der Risikobereitschaft des einzelnen Anlegers ab und welche Erträge er erzielen will.
Wer jedoch über alternative Wege des Kapitalsparens nachdenkt und nach einer soliden und geförderten Möglichkeit zur privaten Altersvorsorge sucht, der wird eventuell bei der Riester-Rente fündig. Man sollte jedoch die Riester Rente vergleichen und nicht das erstbeste Angebot nutzen. Zu groß sind hier die Unterschiede.
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