Der elektrische Strom wird seit Jahren immer teurer und laut den Energieversorgern liegt das an den gestiegenen Rohölpreisen. Somit wurde nach Alternativen zur Energiegewinnunggesucht und sich die Sonnenenergie zu Nutze gemacht. Der Bau von Windkraft-, Biomasse- oder Solarkraftanlagen hat Konjunktur.
Doch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde probiert, elektrische Energie aus der Sonnenenergie zu gewinnen. So wurde 1912 in Ägypten eine erste Parabolrinne zur Dampferzeugung gebaut. Die Idee war ganz einfach. Parabolspiegel sind so gebogen, dass sie die einfallenden Sonnenstrahlen in der Mitte des Spiegels konzentrieren. Man brachte nun eine Wasserleitung in der Mitte der in einer Reihe stehenden Spiegel an und die einfallenden Sonnenstrahlen erwärmten das Wasser, sodass es siedete. Der entstandene Wasserdampf wurde zu einer Wasserdampfturbine geleitet, wo er in elektrische Energie umgewandelt wurde.
Diese Idee wird heute wieder aufgegriffen und versucht zu perfektionieren. Doch wie kann man das Nutzen, um sein Geld zu vermehren? Solche Kraftwerke werden in den sonnenreichen Ländern vermehrt gebaut. In Kalifornien, USA, steht bisher das größte Kraftwerk dieser Art, doch weitere sollen folgen. Die Finanzierung dieser Kraftwerke kann durch Investmentfonds geschehen. Solarfonds sammeln Geld von privaten oder institutionellen Anlegern und investiert es dann in den Bau dieser Kraftwerke. Der nach der Fertigstellung produzierte Strom wird dann verkauft und die Solarfonds hätten ihre Einnahme, welche sie dann wieder an die Anleger ausschütten könnten. Also ein Prinzip, welches von den Immobilienfonds oder den Schiffsbeteiligungen schon bestens bekannt ist.
Doch damit die Kraftwerke auch profitabel arbeiten, müssen sonnenreiche Standorte gewählt werden, wo am besten ganzjährig die Sonne genutzt werden kann. Europa fällt mit Ausnahme der südeuropäischen Regionen fast vollständig als Standort aus, da die Sonnenscheindauer nicht annähernd ausreicht. Desweiteren gibt es das Problem, dass große Solarkraftanlagen auch viel Platz brauchen. An sich wäre die Sahara gut geeignet für den Bau dieser Anlagen. Platz ist in Fülle vorhanden, ohne dass Menschen in ihrem Lebensraum gestört werden. Die Sonne scheint hier fast das ganze Jahr über mit voller Kraft. Also die optimale Region? Der Bau der Anlagen wird schwierig werden, doch kann mit etwas Aufwand gelöst werden. Schwieriger zu lösen wird das Problem der Sicherheit der Anlagen, sowie der „Transport“ des Stroms nach Europa, wo er schließlich gebraucht wird. Die Verlegung von Kabeln durch die Wüste und durch das Mittelmeer kann die Investitionsmöglichkeit der Fonds gewaltig sprengen. Ganz davon abgesehen, dass Strom während des „Transports“ verloren geht, und zwar je länger die Strecke, umso mehr.
An sich wäre es wünschenswert, wenn mehr elektrische Energie durch Solarkraftanlagen produziert werden würde, da es sich mit um den saubersten Strom handelt, den es gibt. Vor allem für die Umwelt wäre es ein Vorteil. Wie die Probleme gelöst werden, wird zeigen, ob es lohnen würde, als Anleger Geld in so eine Investition zu stecken. Ansonsten bleiben für ein umweltfreundliches Investment nicht mehr allzu viele Möglichkeiten.
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