Ökofonds stehen noch immer im Schatten anderer Fonds, werden sie doch von den Banken stiefmütterlich behandelt. Bankberater haben zu den nachhaltigen Anlagen eine eher gespaltene Haltung und Kunden, die in Ökofonds investieren wollen, müssen zumeist einen starken Willen mitbringen.
Ökofonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur in Unternehmen investieren, die nach nachhaltigen Gesichtspunkten wirtschaften. Dazu gehören neben emissionsarmen arbeiten, auch soziale Gerechtigkeit. Die steigende Nachfrage nach den grünen Investments zeigt, dass es den Anlegern schon lange nicht mehr egal ist, wer mit ihrem Geld wirtschaftet, hauptsache die Rendite stimmt. Allein in Österreich, der Schweiz und Deutschland konnten sich in den letzten Jahren 158 Ökofonds etablieren, die derzeit knapp 30 Milliarden Euro verwalten.
Leider ist nicht immer Öko drin, wenn Öko drauf steht. Durch die steigende Nachfrage werden auch schwarze Schafe angelockt, die sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen und so bekommt derzeit jede Technologie einen grünen Deckmantel verpasst.
Anleger, die sicher gehen wollen, dass ihr Geld wirklich in nachhaltig agierende Unternehmen fließt, können verschiedene Indizes, wie den Natur-Aktien.Index“. Diese ziehen nur Unternehmen in ihre Bewertung mit ein, die sich an strenge Richtlinien halten. Firmen, die bereits mit Korruptionsskandalen zu kämpfen haben, in der Gentechnologie, in der Atomenergiesparte oder in der Rüstungsindustrie tätig sind, werden komplett außen vor gelassen.
Doch Anleger sind nicht nur damit zufriedenzustellen, wenn die Fonds grün sind, sie müssen natürlich auch Rendite erwirtschaften. Zwar werfen Ökofonds nicht mehr Rendite ab als andere Fonds, dennoch können sie mit diesen mithalten. So können Anleger guten Gewissens in ihre Altersvorsorge investieren.